Der Zander kennzeichnet sich dadurch aus das er außergewöhnlich vorsichtig und scheu ist. Schon ein leises Geräusch oder die kleinste Erschütterung kann den Zander sofort verscheuchen. Speziell beim Ansitzangeln kann dies sehr schnell dazu führen das der Hakenköder gemieden wird. Jedoch sind es nicht nur Geräusche und Erschütterungen am Ufer, die dafür sorgen das die Zander nicht an den Haken gehen. Häufig ist auch die Montage die Ursache. Der Zander achtet sehr genau darauf ob der Köder natürlich wirkt. Zuerst wird der Köderfisch mehrfach angestubst und beobachtet. Danach wird der Köderfisch ins Zandermaul genommen und der Zander schwimmt meist 10 bis 40 Meter an eine ruhige Stelle im Gewässer, an der er den Köder in Ruhe fressen kann. Sehr häufig ist dieser erste Run der Moment, bei dem der Zander den Köder wieder ausspuckt. In der Regel liegt dies daran das die Schnur ungleichmäßig oder zu schwer von der Rolle abläuft oder sich irgendwo verhakt. Beim Angeln auf Zander muss man daher sein Augenmerk darauf richten das die Schnur extrem leicht abläuft.

Elektronischer Bissanzeiger beim Angeln auf Zander
Der elektronische Bissanzeiger in Kombination mit eingeschaltetem Freilauf an der Rolle kann die Ursache dafür sein, das die Schnur nicht ideal freigegeben wird. Beim Ablauf der Schnur bremst der eingeschaltete Freilauf an der Rolle. Auch das Schnurlaufrad am elektronischen Bissanzeiger sorgt zudem dafür das die Schnurfreigabe gebremst wird. Beim ersten Run spürt der vorsichtige Zander häufig diesen Widerstand und lässt vom Köderfisch ab. Daher erscheint es sinnvoll sich Gedanken zu alternativen Möglichkeiten der Bisserkennung zu machen.

Die Pose als Bissanzeiger
Das Angeln mit Pose hat zwei Vorteile. Zum einen wird die Schnur an der Wasseroberfläche gehalten und dadurch verhindert das sich diese am Grund um Steine und andere Hindernisse legt. Zum anderen verursacht eine dünne, ideal ausgebleite Pose fast keinen Widerstand wenn der Zander die erste Flucht beginnt.

Styroporflocke als Bissanzeiger
Wie auch beim Angeln mit Pose sollte der Freilauf bei dieser Art der Bissanzeige nicht verwendet werden. Bei dieser Art wird ein Styroporwürfel von 1*1*2 Zentimeter verwendet. In diesen schneidet man mit einem Messer einen kleinen Schnitt. Nun drückt man die Hauptschnur, nach dem diese den Spitzenring verlässt in den Styroporwürfel. Beim Angeln auf Zander in der Dunkelheit kann man noch ein Knicklicht in den Würfel drücken. Bei einem Biss und der darauffolgenden Flucht wird Schnur abgezogen und der Styroporwürfel flitzt in die Dunkelheit hinaus. Da dieser stets an der Wasseroberfläche schwimmt kann man sehr genau sehen in welche Richtung der Zander seine Flucht vollzieht.

Elektronischen Bissanzeiger intelligent verwenden
Die vorgestellten Arten der Bissanzeige sind alles optische Methoden. Der Angler muss also den Bissanzeiger (Pose bzw. Styroporwürfel) beobachten um einen Biss zu erkennen. Verbringt man aber eine längere Zeit am Gewässer, so ist man dazu gezwungen des Anglerzelt aufzusuchen und einen elektronischen Bissanzeiger zu verwenden. Zu empfehlen sind Funkbissanzeiger da sich bei gewöhnlichen Bissanzeigern die Piepsgeräusche über die Schnur ins Wasser übertragen und dadurch auch ein Störfaktor beim Angeln auf Zander sein können. Auch der Freilauf der Angelrolle sollte nicht verwendet werden. Auch bei offenem Bügel wird bei einem Run der Bissanzeiger aktiviert, nur ist so der Widerstand geringer, den der Zander spürt.

Die vorgestellten Möglichkeiten zur Bissanzeiger beim Angeln auf Zander sind nur einige Beispiele. Sicher kann man mit ein bisschen Fingerspitzengefühl weitere Möglichkeiten finden oder bestehende Arten optimieren. Wir wünschen viel Erfolg beim nächsten Angeln auf Zander.

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