Angeln im Untersee
Der Untersee beginnt mit der Mündung des Seerheins, der sich im in der Strömungsrinne des sogenannten Rheinsees am Südrand des Untersees bis in den Seeabfluss bei Stein am Rhein fortsetzt. Nordwestlich davon schließt sich der Zeller See zwischen der Höri, der Insel Reichenau und der Halbinsel Mettnau bei Radolfzell an. In den Zeller See mündet die Zeller Aach, deren Aachquelle aus Donauwasser gespeist wird. Vom Zeller See durch eine Schwelle zwischen Mettnau und Reichenau getrennt liegt östlich davon der flachste Seeteil, der Gnadensee. Der Untersee ist der beste Bodenseeteil, wenn man auf Barsche und Karpfenfische erpicht ist. Allgemein sind die Schonmaße im Untersee kleiner als im Obersee, da die Fische hier dank des größeren Nahrungsangebotes früher geschlechtsreif werden, dafür sind die Schonzeiten aber etwas länger. An Land ist das Angeln wegen der vielen Naturschutzgebiete stark eingeschränkt; gute Plätze findet man dagegen rund um die Insel Reichenau. Hier gibt es auch die Möglichkeit, sich in ein Ferienhaus von einem der immerhin noch 20 Berufs- und Nebenerwerbsfischer einzuquartieren und auch ein gutes Angebot an Hotels, die auf angelnde Urlauber eingestellt sind. Hier kann es sich auch lohnen, einmal mit dem Boot aufs Wasser hinauszufahren, um mit Zupfrute und Hegene auf Felchenfang zu gehen.

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Bodenseekarte im Dreiländereck von Schweiz, Österreich und Deutschland (Graphik: Tschubby, Creative Commons License 3.0 Unported), Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karte_Bodensee_V2.png

Angeln im Überlinger See
Der Überlinger See ist eigentlich der westliche Teil des Obersees, von diesem aber durch die Mainauschwelle zwischen Unteruhldingen und der Insel Mainau getrennt. Der Überlinger See ist zwar „nur“ bis zu 90m tief, ist aber abgesehen von einigen Strandabschnitten zwischen Litzelstetten und Wallhausen und rund um Überlingen durch steil abfallende Ufer geprägt. An den sogenannten Konstanzer Trichter der vom Seerhein bis zum Hörnle reicht, schließen sich die Pachtgewässer der Insel Mainau an, die bis zum Steilabfall bei Wallhausen reichen. Am Steilufer zwischen Wallhausen und Bodman, ebenso wie gegenüber zwischen Sipplingen und Überlingen, lohnt sich auch das Angeln vom Ufer aus. Es gilt allerdings, einige kleinere Schutzzonen zu umgehen. Am Überlinger See kann man – je nach Saison – mit einem guten Fang von Aalen, Zander, Hechten, Saiblingen und Forellen rechnen.

Angeln im Obersee
Der Uferbereich zwischen Meersburg und Hagnau gehört bereits zum eigentlichen Obersee. Hier fällt das Ufer teilweise sehr steil zur Halde hin ab. Sodass man hier auch direkt vom Ufer an der Seepromenade und Hafenpier im Frühjahr mit der Grundangel Trüschen fangen kann. Im Uferbereich in der Umgebung von Friedrichshafen, der zweitgrößten Stadt am Bodensee, fängt man lediglich Aale und Barsche. Interessanter wird es dann erst wieder im Mündungsbereich des Flüsschens Schussen, wo man zusätzlich auch mit Hechten, Zander und Seeforellen rechnen kann. Etwas weiter stromauf kann man sein Glück auf auf Barben, Äschen und Bachforellen versuchen. Weiter östlich mündet die Argen, ein aus dem Westallgäu kommendes Wildwasser in den Obersee. Hier lohnt sich der Fang mit Hegene und Twister auf Krätzer oder mit der Hegene auf Felchen. In der Argen selbst kommen auch Barben und Seeforellen vor. Im Mündungsbereich der Argen dominieren dagegen Döbel und andere Weißfische. Idyllische Plätze zum Angeln vom Ufer aus findet man rund um die malerische Halbinsel Wasserburg. Im Bereich der Insel Lindau unterliegt das Sportangel dagegen starken Einschränkungen, weiter östlich folgen bis zur österreichischen Landesgrenze ein Naturschutzgebiet und eine für den Zander eingerichtete Schutzzone. Direkt hinter der Grenze mündet die Laiblach in den See. In dem flachen Uferabschnitt rund um den Mündungsbereich der Laiblach gibt es gute Fanggründe für Alle und Hechte. Im Stadtgebiet von Bregenz sind die Angelmöglichkeit sehr eingeschränkt. Stattdessen lohnt sich ein Abstecher in der Bregenzer Wald. In den Wildwassern der Bregenzer und Dornbirner Aach kommt der Fliegenfischer voll auf seine Kosten!

Südwestlich von Bregenz liegt das Fischrevier Hard im Obersee zwischen Bregenzer Aach und der Mündung des Alpenrheins. Hier fängt man mit etwas Glück zwischen Januar und Mai eine Seeforelle. Oder Zander im Juni und Juli oder zwischen September und Dezember. Die beste Zeit zum Trüschenfang beginnt im Mai. Außerdem werden hier regelmäßig Hechte, Barsche, Aale, Felchen, Seesaiblinge, Regenbogenforellen, Karpfen, Schleien, Brachsen, Rotaugen und Rotfedern gefangen. In der Bregenzer Aach selbst und im Neuen Rhein gibt es an interessanten Zielfischarten unter anderem den Bachsaibling, Äsche, Seeforelle, Nase und Barbe. In der Rheinmündung werden auch immer wieder kapitale Welse angelandet. In der flachen Fussacher Bucht hat man sogar 26 Fischarten gezählt, allerdings setzen hier die Kormorane den Fischbeständen besonders arg zu.

Westlich vom Alten Rhein – das Mündungsgebiet steht unter Naturschutz – beginnt das Schweizer Bodenseeufer. Westlich folgen einige kleinere Orte und größere Städte, wie Staad, Rohrschach und Romanshorn. Das Schweizer Ufer des Obersees ist weitgehend flach. Entsprechend wird man hier vor allem Karpfen, Döbel und andere Weißfischarten, aber auch Hechte, Barsche, Zander, Aale und Trüschen fangen können.

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