Der Zander ist ein nachtaktiver Raubfisch, daher ist es kaum verwunderlich das man ihm als Angler auch in der Nacht nachstellt. Das Ansitzangeln auf Zander ist eine weit verbreitete Methode um auf Zander zu angeln. Eine andere Angeltechnik – das Spinnfischen auf Zander in der Nacht – ist auf den ersten Blick etwas ungewohnt. Durch die Dunkelheit der Nacht ist die Sicht stark beeinträchtigt, die Platzwechsel sind etwas umständlich und beim Auswerfen muss man die Richtung ohne Sicht geeignet wählen. Alles Argumente die gegen das nächtliche Spinnfischen sprechen. Wer es allerdings trotzdem einmal versucht erlebt oft sein Blaues Wunder. Auch an Gewässern an denen man tagelang auf Zander angesessen ist ist die Häufigkeit der Bisse beim Spinnfischen in der Nacht unglaublich. Die Zander sind in der Dunkelheit sehr aktiv und jagen jedem Gummifisch oder Wobbler nach.

Auf was man achten sollte

Es gibt jedoch einige Dinge die man beim Spinnfischen in der Dunkelheit beachten sollte. Besonders an Gewässern an denen man nicht so häufig angelt und deren Geländebeschaffenheit nicht vertraut ist stellen den Angler vor eine besondere Herausforderung. In der Nacht sollte man zwar mit Taschenlampen ausgerüstet sein, doch sollte man diese nur um Notfall verwenden. Offenes Licht ist für den Zander auch über große Entfernungen sichtbar und lässt diesen sofort flüchten. In der Nacht sind die Zander besonders ufernah unterwegs um nach Beutefischen zu suchen. Deshalb sollte man unbedingt darauf achten das man keine Geräusche macht. Lautes Husten, Knacken von Ästen oder schon kräftiges Auftreten lässt den Zander sofort flüchten. An dieser Stelle wird man dann an dem Abend keinen Zander mehr an den Haken bekommen. Daher ist es wichtig das man absolut leise ist.

Bevorzugte Aufenthaltsorte der Zander

Tagsüber findet man die Zander an besonders tiefen Stellen im See. Besonders Unterwassertäler, Gruben oder Hügel sind Stellen an denen sich die Zander tagsüber bevorzugt aufhalten. In der Nacht sind es andere Stellen, an denen man die Zander findet. Beim Einbruch der Dämmerung suchen die Zander flache Gewässerbereiche auf um dort nach Beutefischen zu suchen. Beim Spinnfischen in der Nacht sind es also verstärkt die Flachwasserzonen und Uferbereiche, die man intensiv beangeln sollte. Häufig erfolgen die Bisse der Zander bei Würfen am Ufer entlang. Teilweise schnappt der Zander erst zu kurz bevor man den Köder aus dem Wasser heben möchte. Für den Angler bedeutet dies also nur kurze Würfe im Uferbereich und den Köder bis kurz vor dem Ufer im Wasser lassen.

Köder und Köderführung

Beim Spinnfischen in Flachwasserzonen sind leichte Gummifische oder flach laufende Wobbler zu empfehlen, die nur wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche geführt werden. Die Zander können die oberflächennahmen Köder gut wahrnehmen und attackieren diese aus der Tiefe. Vorteilhaft sind dunkle Köderfarben die der Zander, der gegen den helleren Himmel blickt, gut wahrnehmen kann.

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